Mittwoch, 17. August 2016

17.08.2016
Es regnet schon seit zwei Tagen und das ist eine Herausforderung für die Gestaltung des Tages.

Das war heute Morgen. Vorsichtshalber haben wir Michelle die Schwimmweste angezogen, damit sie nicht so völlig nass wird und nach dem Spaziergang in der Hütte herummüffelt.
Gestern hatten wir einen aufregenden Tag. Wir wollten nach Pärnu ins Stadtmuseum fahren, da machte das Auto ganz fürchterliche Quietschgräusche. Wir haben es dann bis Pärnu in die nächste Werkstatt geschafft. Der erste Monteur konnte kein Wort Englisch und mir fiel in der Aufregung auch kein Wort Estnisch ein. Jedenfalls hat er uns weitergeschickt. Der Zweite konnte Englisch und hat auch gleich die Diagnose gestartet. Es war ein Stein in die Vorderbremse geraten. Glücklicherweise war das Problem dann auch schon behoben. Die Reperatur hat 5€ gekostet. Das kommt vom Fahren auf Schotterpiste.
Abends bin ich dann mit Michelle im strömenden Regen spazieren gegangen und habe soviele Pilze gefunden, dass ich sie kaum tragen konnte.Heute muss ich wieder hin mit Messer und Tüte.
Maronen aus Estland

Da stellt sich die Frage, was mache ich mit meiner Sammelleidenschaft ? Die Lösung habe ich schon gefunden : Einkochen ! Gleich kaufe ich noch Gläser und dann kann es losgehen auf unserem Einplattenherd. Brombeermarmelade und Birnenchutney habe ich schon gemacht.















Dann haben wir endlich das Micro USB kabel für unsere Musik gekauft und können somit die gesamte Schaf Nachbarschaft beschallen.

Gestern Abend hatten wir Besuch von unseren Estnischen Nachbarn. Ich hatte einen Zwiebelkuchen gezaubert, den die Frau nicht mochte. Aber das war alles ganz unkompliziert. Sie bekam dann ein Käsebrot. Glücklicherweise konnten beide sehr gut Englisch und so haben wir viel über das heutige Leben in Estland erfahren. Diese wunderschönen Holzhäuser auf dem Lande sind nur Sommerhäuser. Im Winter hat der gut verdienende Este eine Wohnung in der Stadt. Wir wurden dann auch noch reichlich beschenkt mit Kürbiskuchen und selbstgemachtem Johannisbeerwein. Bin mal gespannt, wie der schmeckt.
Am letzten Sonntag haben wir (bei noch schönem Wetter) einen Ausflug in den Nord-Osten des Kreises Pärnu gemacht. Hier ist es so einsam, dass man sich besser Proviant und genügend Benzin mitnimmt. Die Landschaft besteht aus Hochmooren, die zum Torfabbau genutzt werden. Aber seitdem der Torfabbau ökologisch in der Kritik steht, ist hier gar nichts mehr los.
Zum Schluss waren wir noch im Eisenbahnmuseum in Lavessare, wo die größte Sammlung russischer Schmalspurbahnen im gesamten Baltikum vor sich hin dämmern. Leider wird eine solche Sensation nicht durch Hinweisschilder angezeigt, sodass man ziemlich suchen muss. Hier soll auch ein Friedhof deutscher Kriegsgefangener sein, den wir aber nicht gefunden haben.


Wer sich dafür interessiert, kann bei Klaus Schamoneit Eisenbahnmuseum Estland nachlesen oder dem Link folgen.https://www.google.ee/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=6&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwi64ZemnMjOAhXC1iwKHcKICNIQFggyMAU&url=http%3A%2F%2Fwww.trescher-verlag.de%2Freisefuehrer%2Fnordosteuropa-und-baltikum%2Festland-entdecken.html&usg=AFQjCNE6N8OcA7R2qymMX7avhGZMTJPYjQ&bvm=bv.129759880,d.bGg

So zum Schluss für heute noch einige Impressionen aus dem Wollhimmel !










1 Kommentar:

  1. Oooh, schöne gestrickte Handschuhe! Und Zwiebelkuchen hört sich doch lecker an, wie kann man das nicht mögen? :) Marie

    AntwortenLöschen